Produktdaten sauber in den eigenen Onlineshop übernehmen

ONLINESHOP – PRODUKTDATEN: Produktdaten sauber in den eigenen Onlineshop übernehmen – Ratgeber für Händler, Medusafilters B2B

Die kurze Antwort: Übernimm Fakten unverändert, Texte nie. Artikelnummer, Maße, Material, Inhalt und Bilder gehören eins zu eins in deinen Shop — die Beschreibung schreibst du selbst, sonst führst du denselben Text wie zwanzig andere Shops und verlierst gegen sie in der Suche. Plane pro Artikel zwanzig Minuten für die Ersteinrichtung und einmal im Monat eine halbe Stunde für die Pflege. Das ist der ganze Aufwand.

Das Wichtigste auf einen Blick

Warum Produktdaten über die Auffindbarkeit entscheiden

Im Laden verkauft die Fläche, online verkauft der Datensatz. Was in deinem Shop im Titel, in den Attributen und in der Beschreibung steht, ist gleichzeitig das, womit Suchmaschinen deinen Artikel einsortieren und womit deine Kundschaft ihn vergleicht. Ein Artikel ohne Maße wird nicht gefunden, wenn jemand nach der Größe sucht. Ein Artikel ohne Materialangabe verliert gegen den, der sie hat — nicht weil er schlechter ist, sondern weil die Frage unbeantwortet bleibt.

Der zweite Grund ist Zeit. Jedes Feld, das beim Anlegen fehlt, kommt als Rückfrage zurück: per Mail, per Chat, per Retoure. Zwanzig Minuten saubere Pflege beim Anlegen ersparen dir über die Lebensdauer eines Artikels ein Vielfaches davon. Wie unterschiedlich online und stationär funktionieren, haben wir im Beitrag zu Online vs. stationär aufgeschrieben — dieser Text ist die praktische Fortsetzung für alle, die einen eigenen Shop betreiben.

Die acht Pflichtfelder

Diese acht Angaben brauchst du, bevor ein Artikel live geht. Alles darüber hinaus ist Kür — alles darunter kostet dich Sichtbarkeit oder Zeit.

Feld Warum es zählt Praxisregel
Titel Wichtigstes Rankingsignal und erste Entscheidungshilfe Produktart + Merkmal + Menge, z. B. „Aktivkohlefilter 6 mm, 100er Glas"
Artikelnummer Verbindet Shop, Warenwirtschaft und Nachbestellung Eigene Systematik führen und dauerhaft beibehalten
Variantenachse Entscheidet, ob Kundschaft vergleicht oder sucht Farbe bzw. Edition als Variante, nicht als eigener Artikel
Inhalt / Gebinde Häufigste Rückfrage überhaupt Stückzahl je Verkaufseinheit klar im Titel und im Attribut
Maße Kaufentscheidend bei Filtern, Papers und Zubehör Durchmesser und Länge in Millimetern, nicht „Standard"
Material Trägt das stärkste Verkaufsargument Kokosnuss-Aktivkohle, Cellulose-Kappen, vegan — ausschreiben
Bild Erster Eindruck, entscheidet über den Klick in der Liste Freigestellt, quadratisch, mindestens 1.200 Pixel Kantenlänge
Beschreibung Beantwortet die Frage, bevor sie gestellt wird Erster Absatz = Direktantwort, danach Details

Zwei Felder werden regelmäßig vergessen und sind trotzdem billig zu füllen: die Herkunft und die Bestandsangabe. Produziert wird in Heilbronn — das ist ein Argument, das online genauso trägt wie an der Theke, und es steht in kaum einem Datensatz. Und ein Artikel, dessen Bestand nicht gepflegt ist, verkauft entweder Ware, die nicht da ist, oder er versteckt Ware, die da ist.

Varianten statt Einzelartikel — die wichtigste Entscheidung

Wenn ein Artikel in vier Farben kommt, hast du zwei Möglichkeiten: vier Artikelseiten oder eine Seite mit vier Varianten. Die zweite ist fast immer richtig. Auf einer Seite vergleicht deine Kundschaft die Farben nebeneinander, statt über die Suche hin und her zu springen. Aufrufe, Bewertungen und interne Verlinkung sammeln sich an einer Stelle, statt sich auf vier Seiten zu verteilen. Und die Pflege — Text, Bilder, Kategoriezuordnung — machst du einmal statt viermal.

Eigene Artikelseiten lohnen sich erst, wenn sich mehr als die Farbe unterscheidet: anderer Inhalt, anderes Format, andere Anwendung. Ein 100er-Glas und ein 500er-Glas sind derselbe Artikel in zwei Größen — also Varianten. Ein Filter und ein Papers-Format sind zwei Artikel. Bei Papers hilft der Beitrag zu den Papers-Formaten beim Schneiden: Formate sind eigene Artikel, Farben ihre Varianten.

Ein Hinweis zur Reihenfolge: Leg die Variantenstruktur an, bevor du Artikel importierst. Nachträglich vier Einzelseiten zu einer Seite zusammenzuführen bedeutet Weiterleitungen einrichten, Bewertungen umhängen und Links korrigieren. Vorher entschieden kostet es nichts.

Texte: Fakten übernehmen, Beschreibung selbst schreiben

Die Fakten stehen fest und gehören unverändert übernommen: Durchmesser, Stückzahl, Material, Herkunft, Verpackungsform. Wer hier umformuliert, produziert Fehler — und Fehler in Fakten sind Retouren.

Die Beschreibung ist der andere Fall. Wenn du den Herstellertext eins zu eins übernimmst, steht derselbe Absatz in vielen Shops gleichzeitig. Suchmaschinen entscheiden dann nach anderen Kriterien, und die sprechen selten für den kleineren Shop. Der Ausweg ist überschaubar: Schreib die ersten zwei Absätze selbst. Beantworte darin, was deine Kundschaft tatsächlich fragt — und diese Fragen kennst du aus deinem eigenen Laden. Die zehn häufigsten haben wir im Beitrag zum Beratungswissen für die Theke gesammelt; sie funktionieren als Textbausteine online genauso.

Was fast nie genutzt wird und stark zieht: das Nachhaltigkeitsargument. Vegane Materialien, Cellulose-Kappen statt Kunststoff, Kokosnuss-Aktivkohle — das sind konkrete Angaben, keine Werbefloskeln, und sie gehören in die Beschreibung statt in eine Fußzeile. Wie du sie formulierst, ohne beliebig zu klingen, steht im Beitrag zu Nachhaltigkeit als Verkaufsargument.

Bilder: Quelle, Format, häufigster Fehler

Nimm Bilder aus der Quelle, nicht aus fremden Shops. Nach dem B2B-Login findest du zu jedem Artikel die Shop-Bilder; was dir darüber hinaus fehlt, fragst du bei uns an. Bilder, die du dir aus anderen Shops ziehst, sind anders beschnitten, stärker komprimiert und tragen manchmal fremde Logos oder Preisaufkleber.

Drei Formatregeln reichen. Erstens: freigestellt auf Weiß, damit die Übersichtsseite ruhig wirkt statt wie eine Collage. Zweitens: quadratisch und einheitlich, damit alle Artikel gleich groß erscheinen — nichts wirkt unprofessioneller als ein Raster, in dem jedes Produkt eine andere Größe hat. Drittens: mindestens 1.200 Pixel Kantenlänge, damit die Zoomfunktion etwas zu zeigen hat.

Der häufigste Fehler ist der leere Alternativtext. Er ist Pflicht für Barrierefreiheit, wird von Suchmaschinen gelesen und ist in dreißig Sekunden geschrieben: beschreib, was zu sehen ist, statt Stichworte aneinanderzureihen.

Kategorien so schneiden, dass Cross-Selling von allein passiert

Die Kategoriestruktur ist der Regalplan deines Shops. Sie entscheidet, was nebeneinander steht — und damit, was zusammen gekauft wird.

Ebene Beispiel Zweck
Hauptkategorie Filter · Papers · Zubehör Grobe Orientierung, entspricht der Warengruppe im Laden
Unterkategorie Aktivkohlefilter · Glasfilter · Pre-Rolled Cones Kaufentscheidung innerhalb der Gruppe
Querschnitt Neuheiten · Editionen · Displays für den POS Zweiter Weg zum selben Artikel, treibt Entdeckung
Empfehlung „Passt dazu" auf der Artikelseite Hebt den Bon, ersetzt das Beratungsgespräch

Die Querschnittskategorien werden am häufigsten weggelassen und bringen am meisten: Ein Artikel, der sowohl unter „Aktivkohlefilter" als auch unter „Neuheiten" liegt, wird auf zwei Wegen gefunden. Welche Artikel sich gegenseitig verkaufen, steht im Beitrag zum Cross-Selling von Filtern, Papers und Grindern — die dort beschriebenen Paare gehören online in die Empfehlungsleiste, genau wie sie im Laden nebeneinanderliegen.

Die Pflegeroutine: monatlich klein, quartalsweise gründlich

Produktdaten veralten leise. Niemand meldet dir, dass ein Text seit zwei Jahren eine Verpackung beschreibt, die es nicht mehr gibt. Deshalb braucht die Pflege einen Termin, keinen Anlass.

  • Monatlich, etwa 30 Minuten: Verfügbarkeiten abgleichen, entfallene Artikel deaktivieren, neue Editionen anlegen, offensichtliche Lücken in Feldern schließen.
  • Quartalsweise, etwa zwei Stunden: einen Sortimentsteil vornehmen — Texte überarbeiten, Bilder tauschen, Kategoriezuordnung prüfen, tote Links reparieren. Nach vier Quartalen ist der Katalog einmal komplett durch.
  • Bei jeder Bestellung: Was neu ins Sortiment kommt, wird angelegt, bevor die Ware im Lager steht. Sonst liegt sie da und ist online unsichtbar.

Zum Auslisten gehört ein eigener Handgriff: deaktivieren statt löschen und die alte URL auf den Nachfolger oder die Kategorie weiterleiten. Welche Artikel überhaupt raus sollten, klärt der Beitrag zur Sortimentsbereinigung.

Fünf Fehler, die Sichtbarkeit kosten

  • Herstellertext eins zu eins übernehmen. Derselbe Absatz in zwanzig Shops — gegen die stärkere Domain verlierst du, ohne dass es an deinem Angebot liegt.
  • Farben als Einzelartikel anlegen. Vervierfacht die Pflege, zerlegt Aufrufe und Bewertungen und macht das Vergleichen unnötig umständlich.
  • Maße weglassen. Wer den Durchmesser nicht schreibt, wird bei der Suche nach dem Durchmesser nicht gefunden — bei Filtern ist das die häufigste Suche überhaupt.
  • Bilder aus fremden Shops ziehen. Uneinheitliche Beschnitte, fremde Logos, schlechte Auflösung — und vermeidbar, weil du das Material bei uns bekommst.
  • Ausgelistete Artikel löschen. Die Seite verliert alles, was sie aufgebaut hat, und hinterlässt eine Fehlerseite. Eine Weiterleitung kostet einen Klick.

Wenn du dein Onlinesortiment gerade aufbaust: Aktivkohlefilter sind der Ausgangspunkt, Neu im Sortiment zeigt dir, was zuletzt dazugekommen ist. Nach dem B2B-Login siehst du Verfügbarkeiten und deine Einkaufspreise direkt im Shop; innerhalb Deutschlands liefern wir ab 200 € versandkostenfrei, innerhalb der EU ab 500 €, eine Mindestabnahme gibt es nicht. Noch kein Konto? Hier registrierst du dich — die Freischaltung erfolgt in der Regel am selben Werktag. 💜

Häufige Fragen

Darf ich die Produkttexte des Herstellers eins zu eins übernehmen?

Technisch ja, strategisch nein. Wenn zwanzig Shops denselben Text führen, entscheidet für Suchmaschinen nicht der Text, sondern die Autorität der Domain — und die hat der Hersteller. Nimm die Fakten (Material, Maße, Inhalt, Herkunft) unverändert und schreib die ersten zwei Absätze selbst, aus der Sicht deiner Kundschaft. Das kostet zehn Minuten pro Artikel und ist der einzige Teil, der dir gehört.

Welche Felder sind wirklich Pflicht, bevor ein Artikel online geht?

Titel, eindeutige Artikelnummer, Variantenachse, Inhalt bzw. Gebindegröße, Material, Maße, mindestens ein freigestelltes Bild und eine Beschreibung mit Direktantwort im ersten Absatz. Ohne diese acht Felder ist ein Artikel zwar sichtbar, aber weder gut auffindbar noch gut verkäuflich — und er produziert Rückfragen, die dich später mehr Zeit kosten als die Pflege heute.

Lege ich Farben als Varianten oder als eigene Artikel an?

Als Varianten eines Artikels, solange sich nur die Farbe ändert. Kundschaft vergleicht dann auf einer Seite statt über die Suche, du sammelst Bewertungen und Aufrufe an einer Stelle statt sie auf fünf Seiten zu verteilen, und die Pflege halbiert sich. Eigene Artikel lohnen erst, wenn sich auch Inhalt, Format oder Anwendung unterscheiden — nicht bei reinen Farbvarianten.

Woher bekomme ich Produktbilder für meinen Shop?

Von uns. Nach dem B2B-Login findest du zu jedem Artikel die Shop-Bilder; was dir darüber hinaus fehlt — Freistellungen, Displayansichten, Detailaufnahmen — fragst du einfach an. Nimm keine Bilder aus fremden Shops: Die sind oft anders beschnitten, stärker komprimiert oder mit fremden Logos und Preisaufklebern versehen.

Wie oft muss ich meine Produktdaten pflegen?

Einmal im Monat reicht für die Routine: Verfügbarkeiten prüfen, entfallene Artikel deaktivieren statt löschen, neue Editionen nachziehen. Dazu ein größerer Durchgang pro Quartal, in dem du Texte, Bilder und Kategoriezuordnung eines Sortimentsteils überarbeitest. Wer das nicht terminiert, macht es nie — und merkt es erst, wenn Kundschaft nach Artikeln fragt, die es nicht mehr gibt.

Was mache ich mit Artikeln, die ich auslisten will?

Nicht löschen, sondern deaktivieren und die URL auf den Nachfolger oder die passende Kategorie weiterleiten. Eine gelöschte Seite verliert alles, was sie an Sichtbarkeit aufgebaut hat, und produziert Fehlerseiten in Suchergebnissen und Lesezeichen. Eine Weiterleitung überträgt einen Teil davon auf den Nachfolgeartikel — der Aufwand ist ein Klick, der Unterschied dauerhaft.