Die kurze Antwort: Die InterTabac läuft vom 15. bis 17. September 2026 in Dortmund und ist eine reine Ordermesse — du nimmst dort keine Ware mit, sondern schreibst Bestellungen für die Wochen danach. Wer mit einer Bedarfsliste, drei festen Terminen und einem Plan für die Nachbereitung anreist, holt aus drei Tagen mehr heraus als jemand, der sich treiben lässt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ordermesse statt Verkaufsmesse — was das für deine Planung bedeutet.
- Die Eckdaten: Termin, Zeiten, Ort.
- Die letzten zwei Wochen — was jetzt noch zu tun ist.
- Drei Tage, drei Aufgaben: ein Ablauf für die Hallen.
- Was in die Messetasche gehört — und was nicht.
- Die zehn Tage danach entscheiden über den Nutzen.
- Fünf Fehler, die Messetage verpuffen lassen.
- Halle 5, Stand 5.B02 — wo du uns findest.
Ordermesse heißt: du fährst ohne Ware nach Hause
Das ist der Punkt, an dem sich eine Fachmesse von jedem Verkaufsevent unterscheidet — und der, an dem die meisten Erstbesucher falsch planen. Auf der InterTabac sind Direkt- und Barverkauf an Besucher untersagt; es handelt sich um eine reine Ordermesse, Ware darf erst nach Ende der Messe ausgeliefert werden. Der Kofferraum bleibt also leer, und was du mitnimmst, sind Muster, Notizen und Angebote.
Für deine Vorbereitung folgt daraus dreierlei. Du brauchst keinen Platz im Auto, sondern Platz im Regal — für einen Zeitpunkt, der ein paar Wochen in der Zukunft liegt. Deine wichtigste Kennzahl ist nicht, was du gerade zahlen kannst, sondern was du bis Ende November verkaufst. Und der Wert eines Messetags entsteht erst zu Hause, wenn aus Notizen eine Bestellung wird.
Zeitlich passt der Termin genau: Mitte September ist früh genug, dass Ware vor der Hochsaison im Regal steht, und spät genug, dass du deine Sommerzahlen kennst — der Startschuss fürs Jahresendgeschäft.
Die Eckdaten für 2026
| Termin | Dienstag, 15. bis Donnerstag, 17. September 2026 |
| Öffnungszeiten | 15. und 16. September 10–18 Uhr, 17. September 10–17 Uhr |
| Ort | Messe Dortmund (Westfalenhallen), Strobelallee 45, 44139 Dortmund |
| Charakter | Fachmesse für Handel und Gewerbe · reine Ordermesse, kein Direkt- oder Barverkauf |
| Parallel | InterTabac, NUBIZ und InterSupply laufen gemeinsam auf demselben Gelände |
| Unser Stand | Halle 5, Stand 5.B02 |
Tickets laufen über den Ticketshop der Messe; viele Aussteller haben zusätzlich ein Kontingent an Einladungen für ihre Händler.
Die letzten zwei Wochen vor der Messe
Der grundsätzliche Vorlauf für Ordertermine — sechs Wochen Zeitplan, Budget, Bedarfsliste — steht ausführlich im Guide zu Messen und Ordertagen. Hier geht es um das, was in den letzten vierzehn Tagen wirklich noch Wirkung hat.
| Wann | Was | Warum es jetzt noch zählt |
|---|---|---|
| Zwei Wochen vorher | Ticket sichern, Anreise und Übernachtung buchen | Dortmund ist in der Messewoche gut ausgelastet. Je später, desto weiter weg das Hotel. |
| Zwei Wochen vorher | Termine bei drei bis fünf Ausstellern anfragen | Ein fester Termin bedeutet, dass jemand Zeit für dich hat statt zwischen zwei Laufkunden. |
| Zehn Tage vorher | Abverkaufszahlen der letzten sechs Monate ziehen | Ohne eigene Zahlen entscheidest du am Stand nach Sympathie. Basis: Umsatz pro Regalmeter. |
| Eine Woche vorher | Bedarfsliste in drei Spuren schreiben: Nachschub, Lücke, Neuheit | Trennt Pflicht von Kür. Die Nachschub-Spur ist der Teil, der dich nichts kostet außer Aufmerksamkeit. |
| Eine Woche vorher | Regalplatz prüfen und Ladenhüter markieren | Neuheiten brauchen Platz. Was hinein soll, muss vorher heraus — siehe Sortimentsbereinigung. |
| Drei Tage vorher | Vertretung im Laden festzurren, Lieferungen umplanen | Drei Tage ohne Chef sind planbar — aber nur, wenn Wareneingang und Kasse geregelt sind. |
| Am Vorabend | Hallenplan ansehen, Route grob festlegen | Wer ohne Route startet, läuft am ersten Tag doppelt und am dritten zu wenig. |
Gern übersehen: Deine laufende Bestandsplanung gilt während der Messe weiter — gib die Routinebestellung vorher raus.
Drei Tage, drei Aufgaben
Die häufigste Form, drei Messetage zu verschwenden, ist, an jedem Tag dasselbe zu tun: schlendern, sammeln, staunen. Nützlicher ist eine Rollenverteilung je Tag — auch bei nur einem oder zwei Tagen hilft die Reihenfolge.
Tag 1: Überblick und Vorauswahl
Am ersten Tag wird nicht verhandelt, sondern sortiert. Geh die Hallen in einer festen Richtung ab, sammle gezielt und markiere jeden interessanten Stand auf dem Hallenplan mit einer von drei Noten: muss ich sprechen, interessant, nein. Halte Gespräche bewusst kurz — zwei Minuten, um herauszufinden, ob es sich lohnt. Wer am ersten Tag beim dritten Stand eine Stunde stehen bleibt, sieht die Hälfte der Messe nie.
Tag 2: Tiefe, Muster, Konditionen
Der zweite Tag gehört den Ständen mit der Note „muss ich sprechen“ und deinen vereinbarten Terminen. Jetzt gehst du in die Details: Gebindegrößen, Lieferzeiten, Produktdaten, Verfügbarkeit im vierten Quartal. Nimm Muster in die Hand, notiere direkt nach jedem Gespräch fünf Zeilen — Anbieter, Artikel, kleinste Menge, Lieferzeit, Bauchgefühl. Nach dem sechsten Stand erinnert sich niemand mehr, wer was gesagt hat.
Tag 3: Entscheiden und abschließen
Am dritten Tag wird zusammengeführt. Geh zu den zwei oder drei Anbietern zurück, bei denen es konkret wird, kläre die offenen Punkte und lege fest, wer wann was schickt. Der Rest gehört den Ständen, die auf Tag 1 unter „interessant“ standen. Achtung: Der letzte Messetag endet eine Stunde früher.
Was in die Messetasche gehört
- Deine Zahlen auf Papier. Abverkauf je Warengruppe, freier Regalmeter, offene Lücken. Papier funktioniert auch, wenn das Netz in der Halle streikt.
- Fotos deines Regals auf dem Handy. Zwei Bilder sagen einem Anbieter in Sekunden, was zu dir passt und was nicht.
- Ein festes Frageset. Zehn Fragen reichen — sie stehen im Guide zum Erstgespräch mit einem neuen Lieferanten.
- Visitenkarten oder ein Zettel mit deinen Daten inklusive Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Viele Aussteller können den Händlerzugang direkt am Stand anlegen.
- Eine Tasche mit Reserve. Kataloge und Muster wiegen mehr, als man denkt — und bequeme Schuhe entscheiden darüber, wie gut das letzte Gespräch am Nachmittag noch wird.
Was du nicht brauchst: eine offene Wunschliste ohne Budget — sie sorgt dafür, dass am dritten Tag für die wichtigen Nachbestellungen nichts übrig ist.
Fünf Minuten am Stand: passt der Anbieter zu deinem Laden?
Am Stand entscheidet sich selten der Preis, sondern die Frage, ob dieser Lieferant in zwölf Monaten noch verlässlich liefert. Vier Dinge klärst du in fünf Minuten: Wer produziert die Ware und wo? Was ist das kleinste Gebinde? Wie lang ist die Lieferzeit bei Lagerware und bei Nachproduktion? Und: Bekomme ich Produktdaten und Bilder für meinen eigenen Shop?
Die ausführliche Version mit Warnsignalen steht im Guide Lieferanten vergleichen. Prüf außerdem das Muster selbst: Verpackungsangaben, Gebindemaß, Material, Verarbeitung. Bei Filtern gehören Durchmesser und Aufbau auf die Packung — welcher Durchmesser zu welcher Kundschaft passt, ist Beratungswissen für die Theke.
Die zehn Tage nach der Messe
Hier entscheidet sich, ob die drei Tage etwas gebracht haben. Der Ablauf, der sich bewährt hat:
| Wann | Schritt | Ergebnis |
|---|---|---|
| Tag 1–2 | Notizen sortieren, Kataloge entsorgen oder ablegen | Eine Seite je Anbieter statt eines Stapels |
| Tag 3 | Angebote anfordern, Händlerzugänge anlegen | Preise und Verfügbarkeit schriftlich |
| Tag 4–5 | Vergleichen und entscheiden: Nachschub zuerst, Neuheiten danach | Eine Bestellliste statt vieler Einzelimpulse |
| Tag 6–7 | Bestellen, Wunschliefertermin angeben | Ware vor der Hochsaison im Regal |
| Bei Anlieferung | Wareneingang prüfen, auszeichnen, einräumen | Keine Fehlmenge, die erst im Dezember auffällt |
| Danach | Produktdaten übernehmen, Platz im Regal zuweisen | Neuheiten sind online und offline auffindbar |
Ein häufiger Bremsklotz: Man kommt mit fünf Anbietern zurück, aber bei keinem ist der Händlerzugang eingerichtet — und dann liegt die Order zwei Wochen. Frag deshalb schon am Stand, wie lange die Freischaltung dauert und was sie braucht. Bei uns läuft sie in der Regel noch am selben Werktag, eine Mindestabnahme gibt es nicht, innerhalb Deutschlands ist der Versand ab 200 € frei, innerhalb der EU ab 500 €, und Bestandskunden zahlen auf Rechnung mit 30 Tagen Ziel. Was hinter den einzelnen Zahlungsarten im B2B-Einkauf steckt, haben wir separat aufgeschrieben.
Fünf Fehler, die Messetage verpuffen lassen
- Ohne Bedarfsliste anreisen. Dann kaufst du, was gut präsentiert ist, statt was dir fehlt.
- Alles auf einen Tag legen. Ein Tag reicht für den Überblick oder für Termine — nicht für beides.
- Nur Neuheiten ansehen. Der größte Teil deines Umsatzes steckt in Artikeln, die du längst führst. Die Nachschub-Spur zuerst.
- Nichts notieren. Fünf Zeilen direkt nach dem Gespräch sind mehr wert als eine Stunde Erinnerungsarbeit zu Hause.
- Nach der Messe nichts tun. Wer nicht innerhalb einer Woche bestellt, verliert den Liefertermin vor der Hochsaison — und meistens auch den Elan.
Uns findest du in Halle 5, Stand 5.B02
Wir stellen 2026 selbst aus und zeigen das komplette Sortiment zum Anfassen: Aktivkohlefilter in allen Editionen und Gebinden vom kleinen Beutel bis zum großen Glas, die Papers- und Cones-Linie, Grinder, Rolling Trays und die Thekendisplays dazu. Die Filter werden in Heilbronn produziert, sind vegan, haben Cellulose-Caps, Kokosnuss-Aktivkohle und 6 mm Tipsize — am Stand prüfst du das direkt am Produkt nach.
Wenn du vorher schon wissen willst, was es gibt: Das Filter-Sortiment ist im B2B-Shop einsehbar, Händlerpreise siehst du nach dem B2B-Login. Bring gern eine Liste deiner Regallücken mit — dann wird aus dem Standbesuch in zehn Minuten eine belastbare Order statt eines Katalogs auf dem Beifahrersitz.
Häufige Fragen
Kann ich auf der InterTabac Ware direkt kaufen und mitnehmen?
Nein. Direkt- und Barverkauf an Messebesucher sind untersagt, es handelt sich um eine reine Ordermesse. Ware darf erst nach dem Ende der Messe ausgeliefert werden. Du schreibst also Bestellungen, die anschließend regulär geliefert werden — mitnehmen kannst du Muster, Kataloge und Notizen.
Lohnt sich der Besuch für einen kleinen Laden überhaupt?
Ja, wenn du mit einer konkreten Bedarfsliste hinfährst. Der Nutzen liegt weniger im Einkaufspreis als darin, in drei Tagen ein Dutzend Anbieter direkt zu vergleichen, Muster in die Hand zu nehmen und Ansprechpartner mit Gesicht zu bekommen. Für einen Laden ohne offene Sortimentsfragen ist ein Tag völlig ausreichend.
Wie viele Tage sollte ich einplanen?
Zwei Tage sind der beste Kompromiss: ein Tag Überblick, ein Tag Tiefe. Drei Tage lohnen sich, wenn du das Sortiment breiter umbauen willst oder mehrere Termine hast. Bei einem einzigen Tag entscheide dich vorher, ob du sichten oder verhandeln willst — beides gleichzeitig funktioniert selten.
Was kostet der Eintritt und wo bekomme ich Tickets?
Tickets laufen über den Ticketshop der Messe Dortmund; die aktuellen Konditionen stehen dort. Viele Aussteller haben zusätzlich ein Kontingent an Einladungen für ihre Händler. Wenn du mit einem Lieferanten ohnehin in Kontakt bist, frag rechtzeitig nach — kurz vor der Messe ist das Kontingent oft schon vergeben.
Muss ich neue Artikel gleich in großen Mengen ordern?
Nein, und du solltest es auch nicht. Ein neuer Artikel sollte sich seinen Regalplatz verdienen: ein kleines Gebinde bestellen, vier bis acht Wochen beobachten, dann entscheiden. Frag am Stand gezielt nach der kleinsten Bestelleinheit und danach, ob es eine Mindestabnahme gibt.
Wann sollte die Ware nach der Messe im Regal stehen?
Für das Jahresendgeschäft möglichst bis Mitte Oktober. Rechne rückwärts: Angebot und Freischaltung brauchen wenige Tage, die Lieferzeit je nach Anbieter ein bis drei Wochen, und Auszeichnen und Einräumen kosten auch noch einen halben Tag. Wer erst Anfang Oktober bestellt, wird knapp.
Kurz gesagt: Drei Messetage sind kein Bummel, sondern ein Arbeitstermin mit klarer Reihenfolge — sichten, vertiefen, abschließen. Wer mit eigenen Zahlen anreist und innerhalb einer Woche bestellt, hat die Ware vor der Hochsaison im Regal. Alles andere bleibt ein Stapel Kataloge.