Produktfotos mit dem Smartphone: saubere Bilder für deinen Onlineshop

ONLINESHOP – PRODUKTFOTOS: Produktfotos mit dem Smartphone: saubere Bilder für deinen Onlineshop – Ratgeber für Händler, Medusafilters B2B

Die kurze Antwort: Für saubere Produktfotos im eigenen Onlineshop brauchst du kein Fotostudio. Ein aktuelles Smartphone, Tageslicht von der Seite, ein heller Hintergrund aus Fotokarton und ein Stativ reichen für Filterpackungen, Papers, Gläser und Displays. Entscheidend sind drei Dinge: gleichmäßiges Licht, eine feste Perspektive ohne Weitwinkelverzerrung und für alle Artikel derselbe Aufbau. So wirkt dein Shop ruhig und professionell, und Kunden erkennen auf einen Blick, was sie bekommen.

Warum Produktfotos im Onlineshop über den Kauf entscheiden

Im Laden nimmt der Kunde eine Packung in die Hand, dreht sie und sieht Farbe und Größe sofort. Im Onlineshop übernimmt das Bild diese Aufgabe allein. Ein unscharfes oder gelbstichiges Foto lässt selbst einen guten Artikel billig wirken, und eine falsche Farbdarstellung führt zu Rückfragen und Retouren. Gerade bei Editionen in mehreren Farben, etwa VIOLET, ROSÉ oder SUNSET, muss das Bild zeigen, was im Paket ankommt.

Hinzu kommt der Gesamteindruck. Wenn jedes Produktbild anders ausgeleuchtet ist, einmal auf der Theke, einmal auf dem Küchentisch, wirkt die Kategorieseite unruhig. Ein einheitlicher Bildstil ist eines der günstigsten Mittel, um einem kleinen Shop ein professionelles Auftreten zu geben. Ob ein eigener Shop oder ein Marktplatz für dich der bessere Weg ist, beschreibt der Ratgeber Eigener Onlineshop oder Marktplatz.

Ausrüstung: was du für Produktbilder wirklich brauchst

Die Liste ist kurz, und das meiste liegt im Laden ohnehin herum. Wichtiger als teure Technik ist, dass der Aufbau immer gleich bleibt und schnell wieder steht.

  • Smartphone: Ein Gerät der letzten Jahre reicht. Nutze die Hauptkamera, nicht die Ultraweitwinkel-Linse.
  • Stativ mit Halterung: Es verhindert Verwacklungen und sorgt dafür, dass jedes Foto aus demselben Winkel entsteht.
  • Fotokarton in Weiß oder Hellgrau: als Hohlkehle von der Wand auf den Tisch gelegt, damit keine Kante sichtbar ist.
  • Licht: ein Fenster mit indirektem Tageslicht oder zwei gleiche Tageslichtleuchten. Keine Mischung aus Deckenlampe und Fenster.
  • Aufheller: ein weißes Blatt Styropor oder Karton auf der Schattenseite, das Licht zurückwirft.
  • Mikrofasertuch und Handschuhe: Fingerabdrücke auf Gläsern und Glanzverpackungen sieht man auf jedem Foto.

Der Aufbau für Produktfotos mit dem Smartphone

Richte dir einen festen Platz ein, an dem der Aufbau stehen bleiben kann, etwa im Lager oder in einer ruhigen Ecke des Ladens. Je weniger du jedes Mal neu einstellen musst, desto schneller kommen neue Artikel online.

  1. Licht von der Seite: Stell den Tisch seitlich zum Fenster, nicht davor und nicht mit dem Rücken dazu. Direkte Sonne vermeiden, sie erzeugt harte Schatten.
  2. Aufheller gegenüber: Der Karton auf der anderen Seite hellt die Schatten auf, ohne sie ganz zu entfernen.
  3. Abstand statt Zoom-Verzerrung: Geh mit dem Smartphone etwas weiter weg und nutze den optischen Zweifach-Zoom, falls vorhanden. So werden Packungen nicht bauchig verzerrt.
  4. Kamera auf Produkthöhe: Für das Hauptbild auf Höhe der Packungsmitte, leicht von oben. Notiere dir Höhe und Abstand, damit alle Bilder gleich werden.
  5. Belichtung festhalten: Tippe auf das Produkt, halte den Finger kurz gedrückt, um Fokus und Belichtung zu sperren, und zieh die Helligkeit leicht nach oben, damit der Hintergrund hell wird.
  6. Kein Blitz, kein Porträtmodus: Der Blitz erzeugt Spiegelungen, der Porträtmodus schneidet Kanten unsauber ab.

Ein solcher fester Aufbau lohnt sich auch für Social Media. Wie du die gleichen Bilder für Instagram und Co. nutzt, steht im Ratgeber Social Media für den lokalen Laden.

Gläser, Glanzfolie und spiegelnde Verpackungen

Gläser und glänzende Packungen spiegeln alles, was vor ihnen steht, auch dich und das Smartphone. Hier hilft weiches, großflächiges Licht, etwa ein dünnes weißes Tuch vor dem Fenster. Dreh die Packung ein paar Grad aus der Achse, bis die Spiegelung verschwindet, und prüfe das Bild immer auf dem Display in voller Größe, bevor du weitermachst.

Welche Produktbilder jedes Produkt braucht

Nicht jedes Produkt braucht zehn Bilder, aber jedes braucht die richtigen. Die Tabelle zeigt einen bewährten Bildsatz für Zubehör und Verbrauchsartikel.

Bild Was es zeigt Worauf du achtest
Hauptbild Produkt frei auf hellem Grund, von vorne Gleicher Hintergrund und Abstand für alle Artikel
Detailansicht Etikett, Inhalt, Material oder Verschluss Scharf auf das Detail, das Kunden am häufigsten fragen
Größenbezug Produkt neben einem bekannten Gegenstand oder in der Hand Neutraler Gegenstand, kein fremdes Markenlogo
Display und Einzelpackung Wie das Display aufgebaut ist und was einzeln verkauft wird Beide Ansichten nebeneinander oder als zwei Bilder
Umgebungsbild Artikel im Regal oder an der Theke deines Ladens Aufgeräumter Hintergrund, keine Preisschilder im Bild

Bei Aktivkohlefiltern fragen Kunden online am häufigsten nach Durchmesser und Packungsgröße. Ein Bild mit Größenbezug spart hier viele Nachrichten. Welche Durchmesser es gibt und wie du sie erklärst, beschreibt der Ratgeber Filtergrößen und Durchmesser. Die Auswahl für den Fachhandel findest du in der Kategorie Aktivkohlefilter.

Herstellerbilder und eigene Produktfotos kombinieren

Du musst nicht jedes Bild selbst machen. Viele Hersteller stellen Shop-Bilder für ihre Händler bereit. Bei Medusafilters siehst du sie zu jedem Artikel nach dem B2B-Login, und fehlende Ansichten kannst du über den Kontakt anfragen. Gut funktioniert die Mischung: das Herstellerbild als sauberes Hauptbild, dazu ein oder zwei eigene Fotos aus deinem Laden. Die eigenen Bilder zeigen, dass der Artikel bei dir wirklich vorrätig ist, und unterscheiden deinen Shop von allen anderen, die dasselbe Herstellerbild nutzen. Bilder aus fremden Shops kopierst du dagegen nicht, die Rechte daran liegen beim jeweiligen Fotografen.

Nachbearbeitung, Format und Dateigröße der Produktfotos

Gute Produktfotos brauchen nur wenig Nachbearbeitung. Die Bordmittel des Smartphones oder ein einfaches Bearbeitungsprogramm reichen.

  • Zuschneiden auf ein festes Format: Quadratisch ist in den meisten Shopsystemen der Standard. Etwa 2.000 mal 2.000 Pixel erlauben eine Zoomfunktion.
  • Weißabgleich prüfen: Der Hintergrund soll neutral weiß oder grau wirken, nicht gelblich oder bläulich. Vergleiche die Farbe der Packung mit dem Original in der Hand.
  • Helligkeit vereinheitlichen: Alle Hauptbilder sollten gleich hell sein. Speichere dir die Einstellungen als Vorlage, wenn dein Programm das kann.
  • Komprimieren: Große Dateien verlangsamen die Seite. WebP oder ein gut komprimiertes JPEG halten die Datei klein, ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
  • Sprechende Dateinamen: „medusafilters-aktivkohlefilter-250er-violet.jpg“ statt „IMG_4711.jpg“. Das hilft dir beim Wiederfinden und Suchmaschinen beim Einordnen.
  • Alt-Text ausfüllen: Eine kurze, sachliche Beschreibung mit Marke, Artikel, Größe und Farbe.

Bilder sind nur ein Teil des Produkteintrags. Wie Titel, Beschreibung und Merkmale aufgebaut sein sollten, steht im Ratgeber Produktdaten für den Onlineshop. Und damit Kunden nicht bestellen, was gerade fehlt, hilft der Ratgeber Lagerbestand im Onlineshop anzeigen.

Typische Fehler bei Produktbildern

  • Weitwinkel aus kurzer Distanz: Packungen wirken bauchig, Displays schief. Mehr Abstand, Hauptkamera oder Zweifach-Zoom.
  • Mischlicht: Warmes Deckenlicht plus kühles Tageslicht ergibt Farbstiche, die sich kaum korrigieren lassen.
  • Jeder Artikel anders: Ein Bild auf Holz, eines auf Weiß, eines im Regal. Für Hauptbilder gilt ein Aufbau für alle.
  • Preisschilder und Diebstahlsicherungen im Bild: Sie wirken unaufgeräumt und veralten, sobald sich etwas ändert.
  • Zu stark bearbeitet: Gesättigte Farben sehen auf dem Bildschirm gut aus, führen aber zu Enttäuschung, wenn die Packung anders aussieht.
  • Bilder ohne Pflege: Neue Verpackung, neues Design, altes Foto. Plane bei jeder Sortimentsänderung ein neues Bild ein.

Neue Editionen und Artikel findest du laufend unter Neu im Sortiment. Noch kein Händlerzugang? Über Händler werden registrierst du dich, die Freischaltung erfolgt in der Regel am selben Werktag. Es gibt keine Mindestabnahme, ab 200 € Bestellwert liefern wir innerhalb Deutschlands versandkostenfrei, und die Händlerpreise siehst du nach dem B2B-Login. 💜

Häufige Fragen

Reicht ein Smartphone wirklich für Produktfotos im Onlineshop?

Für Zubehör wie Filterpackungen, Papers, Gläser oder Grinder in den allermeisten Fällen ja. Aktuelle Smartphones haben genug Auflösung für Shopbilder und Zoom. Was ein Bild unbrauchbar macht, ist fast nie die Kamera, sondern schlechtes Licht, ein unruhiger Hintergrund oder eine verzerrte Perspektive durch das Weitwinkelobjektiv. Wer diese drei Punkte im Griff hat, kommt ohne Spiegelreflexkamera aus.

Welcher Hintergrund eignet sich am besten für Produktfotos?

Für das Hauptbild ein ruhiger, heller und einheitlicher Hintergrund, zum Beispiel ein großer Bogen weißer Fotokarton, der als Hohlkehle von der Wand auf den Tisch läuft. So entsteht keine sichtbare Kante. Für zusätzliche Bilder darf es eine echte Umgebung sein, etwa das Regal oder die Theke im Laden. Wichtig ist, dass alle Hauptbilder eines Shops denselben Hintergrund haben.

Darf ich die Produktbilder des Herstellers in meinem Shop verwenden?

Bilder, die dir der Hersteller für den Verkauf zur Verfügung stellt, ja. Bei Medusafilters siehst du die Shop-Bilder zu jedem Artikel nach dem B2B-Login, und fehlende Ansichten kannst du über den Kontakt anfragen. Bilder aus fremden Shops oder von Plattformen solltest du dagegen nicht kopieren, denn die Rechte daran liegen beim Fotografen oder Shopbetreiber.

Wie groß sollten Produktbilder für den Onlineshop sein?

Ein quadratisches Format mit etwa 2.000 mal 2.000 Pixeln funktioniert in den meisten Shopsystemen gut und erlaubt eine Zoomfunktion. Die Datei sollte trotzdem komprimiert sein, damit die Seite schnell lädt, etwa als WebP oder als gut komprimiertes JPEG. Viele Shopsysteme verkleinern die Bilder für die Anzeige automatisch, das Original sollte aber nicht unnötig groß sein.

Wie viele Bilder braucht ein Produkt im Onlineshop?

Als Faustregel drei bis fünf: ein Hauptbild frei auf hellem Grund, eine Detailansicht, ein Bild mit Größenbezug und bei Displays eine Ansicht von Display und Einzelpackung. Mehr Bilder lohnen sich, wenn sie eine echte Frage beantworten. Fünf fast gleiche Fotos aus leicht anderem Winkel helfen dem Kunden dagegen nicht weiter.

Was ist ein Alt-Text und muss ich ihn ausfüllen?

Der Alt-Text ist eine kurze Beschreibung des Bildes, die Suchmaschinen lesen und die Screenreader vorlesen. Er hilft also bei der Auffindbarkeit und macht deinen Shop zugänglicher. Beschreibe sachlich, was zu sehen ist, etwa Marke, Artikel, Größe und Farbe. Ein ausgefülltes Feld kostet pro Bild eine halbe Minute und gehört zu jedem Bild dazu.